Yoga ist ein Weg. Yoga ist mein Weg.
Yoga im Alltag

Yoga ist Gelassenheit

Seit vielen Jahren ist Yoga ein treuer Freund, der mich über sämtliche Lebensphasen hinweg begleitet. Bevor ich die Kinder bekam, habe ich fast täglich Yoga praktiziert. In den Anfängen meiner Schwangerschaft auch, ab dem sechsten Monat bin ich zum Schwangerschaftsyoga gegangen, was mich ein wenig enttäuscht hat, da ich mich, zusammen mit anderen Schwangeren, die noch nie Yoga praktiziert hatten, nur marginal bewegen durfte. Als wäre ich eine Seekuh aus Porzellan, die bei der kleinsten Bewegung in tausend Stücke zerbirst. Als mein Floh drei Monate alt war, bin ich zum Rückbildungsyoga und habe mich gewundert, wie steif und unbeweglich, vor allem geschwächt ich geworden war. Zum Glück hat sich das schnell gelegt. Auch beim zweiten Kind habe ich die Seekuh gemimt und beim Rückbildungsyoga meinen Beckenboden gestärkt. Inzwischen bin ich wieder dort, wo ich angefangen habe und gehe zum Ashtanga und Vinyasa Yoga. Leider nicht annähernd so häufig wie früher, aber immerhin regelmäßig.

Und seit mindestens 3 Jahren, wünsche ich mir, eine Ausbildung zum Yogalehrer machen zu können. Nicht, weil ich unbedingt unterrichten möchte. Ich möchte mehr über Yoga erfahren und damit mehr über mich, möchte mit dem Yoga wachsen. Den Weg weiter gehen. Bisher hat es noch nicht geklappt, mit der Ausbildung, weil, wenn ich es mache, möchte ich mir guten Gewissens die Zeit dafür nehmen. Was ich vermeiden möchte  ist, dass ich durch die Ausbildung, die sehr zeitaufwendig ist und sich über ein Jahr lang erstreckt, in zusätzlichen Stress verfalle, ein schlechtes Gewissen habe, weil weniger Zeit für die Familie und so weiter. Das wäre konträr zu dem, was Yoga ist und dem, was Yoga will. Nämlich entschleunigen, ruhig atmen und den Moment genießen.

Für viele ist Yoga das reine Ausüben der Stellungen (Asanas), für mich ist es mehr. Seitdem ich den Yogalehrer gefunden habe, der mir, neben der Yogapraxis, auf  leichtfüßige Art und Weise, die Philosophie ein Stück weit näher bringt, ist mein Interesse für das, was hinter dieser fünf Jahrtausende alten indischen Tradition steckt, geweckt. Yoga als Lebensgefühl. Verantwortung übernehmen, für die eigenen Gedanken. Dem  Ego die Macht absprechen, in dem wir sie weiter geben, an eine Instanz, die in unserem Innersten zu finden ist, gekennzeichnet durch Ruhe, Gelassenheit und Friedfertigkeit: unserem Selbst.

Es war eine gute Freundin, die mich, vor ungefähr acht Jahren,  zum Yoga gebracht hat. „Probier das mal aus, das ist was für dich“, hat Julia gesagt. Und sie hatte Recht. Wofür ich ihr immer noch dankbar bin. Auch deshalb möchte ich meine Freunde, Leser und alle, die meinen Blog besuchen, dazu animieren, einfach mal zu schauen, ob Yoga auch etwas für sie sein könnte. Eine Bereicherung fürs Leben, zum Beispiel oder einfach nur ein Moment der Auszeit, Ruhe, bei sich selbst sein.

Es gibt unterschiedliche Yoga Schulungswege, wahrscheinlich muss man sie testen, um festzustellen, welchen Weg man gehen möchte. Ich werde versuchen, Euch mit Tipps und Ideen dabei zu unterstützen.

 

Namasté,
Eure Lina.

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